Staatstheater Nürnberg

Fundstück der Woche: Eine Oper für die Himmelsrichtung

Als die Italiener LA CALISTO zum ersten Mal sahen, war die Oper von Francesco Cavalli ein Reinfall. Warum sie trotzdem die Zeit überdauert hat, liegt vielleicht an ihrem Inhalt, der so aktuell ist wie die Sterne, die wir jede Nacht sehen.

Dr. Klaus Herzig vom Nicolaus-Copernicus-Planetarium Nürnberg, Video von Tina Lorenz, CC-BY-SA

Die Handlung von LA CALISTO ist aus der antiken Sagenwelt; wieder einmal spielt Göttervater Zeus (beziehungsweise Jupiter, wie er in der römischen Antike hieß) eine wichtige Rolle als Mann, der seine Finger einfach nicht bei sich behalten kann.

Calisto, eine Dienerin der Jagdgöttin Diana und damit der Keuschheit verpflichtet, wird von Zeus erst geschwängert, dann von Hera in eine Bärin verwandelt und schließlich von Zeus an den Himmel geschleudert. Soweit die Kurzform. Wie das alles genau vonstatten ging, und warum man zumindest das An-den-Himmel-Geschleudere als Happy End deuten muss, erkärt Dr. Klaus Herzig vom Nicolaus-Copernicus-Planetarium in Nürnberg, den wir dafür besucht haben. Im Video erfahrt ihr außerdem, wie man mit LA CALISTO die Himmelsrichtung bestimmen kann.

Da sag noch einer, Kunst wäre nicht praktisch!

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