Staatstheater Nürnberg

Anwesenheitsnotiz - Opern-Haus-Musik

Opern-Haus-Musik TITELBILD

Hausmusik ist eine gute alte Tradition, die in diesen Tagen unverhofft zu neuem Leben erweckt wird: Zu Hause sind in diesem Fall nicht nur unsere Sängerinnen und Sänger, sondern auch Sie, liebes Publikum. Uns verbindet die Liebe zur Musik – und die Vorfreude auf ein baldiges Wiedersehn im Opernhaus!



Ein Lied, das Hoffnung gibt

Seien Theater und Fußballstadien auch gegenwärtig geschlossen, sei die Einsamkeit der eigenen vier Wände auch schier unerträglich, Sopranistin Emily Newton aus dem Opernensemble des Staatstheaters Nürnberg weiß mit ihrer Interpretation von „You’ll Never Walk Alone“ Hoffnung und Zuversicht zu geben. Der Song von Richard Rodgers und Oscar Hammerstein II entstammt dem 1945 uraufgeführten Broadway-Musical „Carousel“, errang jedoch insbesondere als Fußballhymne (unter anderem von FC Liverpool und Borussia Dortmund) größere Bekanntheit. Textsichere Musical- und Fußballfans dürfen also gerne miteinstimmen.

Video: Emily Newton | Creative Commons CC-BY-SA


Eine kleine, feine Handarbeit

Seit einigen Jahren erleben die in den 30er Jahren überaus populären Werke des ungarisch-deutschen Komponisten Paul Abraham (1892-1960) eine Renaissance. So avancierte beispielsweise 2019 seine Operette „Ball im Savoy“ (Regie: Stefan Huber) am Staatstheater Nürnberg zum Publikumsrenner. Am 19. April hätten Solist*innen des Staatstheaters Nürnberg in dem Operettenliederabend „Haben Sie nicht irgendein Geheimfach?“ Hits aus bekannten und unbekannten Werken des Komponisten im Gluck-Saal zum Besten geben sollen. Die vorübergehende Schließung des Theaters soll aber kein Grund sein, Ihnen seine mitunter kunstvoll-frivolen Lieder vorzuenthalten. Daher präsentiert Ihnen Sopranistin Emily Newton aus Abrahams Fußball-Operette „Roxy und ihr Wunderteam“, bei deren deutscher Erstaufführung sie 2014 an der Oper Dortmund die Titelrolle übernahm, seine Hymne auf die Handarbeit – und zeigt sich dabei multitaskingfähig.

Video: Emily Newton | Creative Commons CC-BY-SA


Ein Ständchen für die Angebetete

Wer wird Rosina für sich gewinnen können? Der alte geldgierige Doktor Bartolo? Oder doch der junge charmante Graf Almaviva? In Gioacchino Rossinis „Der Barbier von Sevilla“ sorgt der gewiefte Figaro – stadtbekanntes Faktotum, Barbier und Vertrauter des Grafen – mit einem virtuosen Intrigen- und Verkleidungsspiel dafür, dass am Ende auch die Richtigen zueinanderfinden. Wer das von unserem Tenor Martin Platz wunderschön interpretierte Ständchen des Grafen Almaviva hört, weiß sofort, wer das Herz der angebeteten Rosina schlussendlich gewinnen wird.

Video: Martin Platz | Creative Commons CC-BY-SA


Verdi im Wohnzimmer

Anfang März noch war Opern-Ensemblemitglied Nicolai Karnolsky als Zaccaria in Verdis „Nabucco“ auf der Nürnberger Opernbühne zu hören. Die letzte Vorstellung von Immo Karamans Inszenierung musste jedoch leider Corona-bedingt entfallen. Seither fehlt Nicolai Karnolskys voluminöse Bassstimme im Opernhaus und sie fehlt sicher auch dem Nürnberger Publikum. Um die Wartezeit bis zur nächsten Opernvorstellung zu verkürzen, sendet der bulgarische Bass verbunden mit persönlichen Grüßen eine Arie von Wohnzimmer zu Wohnzimmer.

Video: Nicolai Karnolsky | Creative Commons CC-BY-SA


Am Brunnen vor dem Tore

Für viele Menschen ist ein Leben ohne Musik, ohne das gemeinsame Singen und Musizieren unvorstellbar. So geht es auch unseren vier Chormitgliedern Yongseung Song (1. Tenor), Taeseok Oh (2. Tenor), Alexander de Paula (2. Bass) und Tobias Link (1. Bass). Um die Zeit des Wartens bis zum gemeinsamen Auftritt zu verkürzen, treffen sie sich virtuell „am Brunnen vor dem Tore“.

Video: Tobias Link | Creative Commons CC-BY-SA

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