Staatstheater Nürnberg

Anwesenheitsnotiz – Musik verbindet

Musik verbindet TITELBILD

Musik verbindet, auch und gerade jetzt, in Zeiten, in denen Zusammenkünfte außerhalb des Familienkreises kaum möglich sind und das gemeinsame Musizieren auf besondere Herausforderungen stößt. Doch die Musik trägt sich über weitere Strecken als die angeratenen 1,5 Meter Mindestabstand. Es reichen eine Stimme oder ein Instrument, ein geöffnetes Fenster und ein offenes Ohr, um Menschen in der Musik miteinander zu verbinden.



"Music for Pieces of Wood" in the woods

Der US-amerikanische Komponist, Pianist und Schlagzeuger Steve Reich gilt als einer der Pioniere im Bereich der Minimal Music. Dabei bedient er sich auch unkonventioneller Instrumente. So steht in seinem Stück „Clapping Music“ (1972) das rhythmische Klatschen der Hände im Vordergrund, bei „Music for Pieces of Wood“ (1973) sind es die „Claves“, die Klanghölzer. Dabei bauen die Musiker auf Basis eines durchgehenden Grundrhythmus allmählich rhythmische Kanons auf, indem sie „Schläge mit Pausen, Klang mit Stille vertauschen“ (Steve Reich). Ein Werk, das höchste Präzision und rhythmische Virtuosität erfordert. Frei nach dem Motto „Back to the roots“ haben sich die Schlagzeuger der Staatsphilharmonie Nürnberg Paul Donat, Sven Forker, Nikolas Keller, Christian Stier und Christian Wissel dorthin begeben, wo das Material wächst, das diese hypnotischen Klänge hervorbringt: in den Wald – und präsentieren damit „Music for Pieces of Wood“ in the woods!

Video: Boris Brinkmann | Creative Commons CC-BY-SA


Kaffeehaus-Leckerbissen mit Verve

Am 10. Mai hätte das 7. Kammerkonzert unter dem Titel „Gestatten, Jessica Hartlieb, Stimmführerin der 2 Violinen“ mit Werken von Mozart, Schumann und Messiaen sowie Kaffeehaus-Leckerbissen von Fritz Kreisler stattfinden sollen. Von dem Corona-bedingten Ausfall lassen sich die Violinistin Jessica Hartlieb und der Kapellmeister und Solorepetitor Christian Reuter aber nicht entmutigen. Ganz im Gegenteil! Die heilige Corona ist schließlich die Patronin der Schatzgräber und einen solchen musikalischen Schatz haben sie mit dem „Marche miniature viennoise“ von Fritz Kreisler gefunden. Ein launiges Stück mit einem Hauch „Wiener Schmäh“, das sogleich beschwingt und zuversichtlich stimmt, denn wo Musik ist, da ist Leben, Freude und Hoffnung!

Video: Boris Brinkmann | Creative Commons CC-BY-SA


Am 15. Mai hätte eigentlich das 2. Konzert der Reihe „Herz und Seele – Konzert für Menschen mit und ohne Demenz“ mit Musiker*innen der Staatsphilharmonie in der Gustav-Adolf-Gedächtniskirche stattfinden sollen. Die Bewohner*innen des Käthe-Hirschmann-Heims und des Hermann-Bezzel-Hauses hatten sich schon sehr darauf gefreut. Um sie ein wenig für den Corona-bedingten Ausfall des Konzertes zu entschädigen, bot das Trompetenduo Bernhard Holzmann und Johannes Häusle von der Staatsphilharmonie in den Innenhöfen der Einrichtungen ein musikalisches Programm von bekannten Melodien aus Hollywood bis hin zu Weisen aus dem Alpenraum. Als Dank ernteten sie warmen Applaus und strahlende Gesichter.

Musik mit Herz und Seele

Bild: Julia Popp | Creative Commons CC-BY-SA
Bild: Julia Popp | Creative Commons CC-BY-SA
Bild: Julia Popp | Creative Commons CC-BY-SA
Bild: Julia Popp | Creative Commons CC-BY-SA


Georg Philipp Telemann (1681-1767) zählt zu den erfolgreichsten und produktivsten Komponisten seiner Zeit, sicherlich auch, da er alles, was um ihn herum geschah, aufnahm und in Musik übersetzte. Zwei Jahre nach dem Erscheinen von „Gullivers Reisen“, dem wohl berühmtesten Werk des irischen Schriftstellers Jonathan Swift, veröffentlichte Telemann in seiner Musikzeitschrift „Der getreue Musikmeister” eine Violinsuite nach Motiven des Romans – ein Paradebeispiel für musikalischen Humor. Violinistin Kea Wolter (Violine) von der Staatsphilharmonie Nürnberg und ihre Tochter Insa nehmen Sie gemeinsam mit Kammerschauspieler Pius Maria Cüppers mit auf diese musikalisch-literarische Abenteuerreise.

Video: Pius Maria Cüppers | Creative Commons CC-BY-SA


Die Ballade „Der Erlkönig“ zählt zu den bekanntesten Werken Johann Wolfgang von Goethes. Sie wurde nicht nur vielfach analysiert, interpretiert und karikiert, sondern auch gleich von mehreren Komponisten vertont. Die wohl berühmteste musikalische Fassung stammt von Franz Schubert, die er 1815 innerhalb eines einzigen Tages komponierte. Kea Wolter (Violine) und Heidi Braun (Viola) von der Staatsphilharmonie Nürnberg sowie Kammerschauspieler Pius Maria Cüppers zeigen, warum beide Werke bis heute faszinieren.

Video: Pius Maria Cüppers | Creative Commons CC-BY-SA


Für ihr Geigensolo hat sich Katharina Büll, 2. Violine der Staatsphilharmonie Nürnberg, den momentan wohl schönsten Konzertsaal Nürnbergs ausgesucht. Über den Dächern von Nürnberg lässt sie Johann Sebastian Bachs Bourree I und II in C-Dur sowie ein Irisches Tanzlied erklingen. Ihre regelmäßig stattfindenden Dach-Konzerte (jeweils samstags und sonntags um 18 Uhr) erfreuen sich einer zunehmend wachsenden Zuhörerschaft, ob auf Balkonen, hinter Fenstern oder auf der Straße.

Video: Boris Brinkmann | Creative Commons CC-BY-SA


Die Corona-bedingten Einschränkungen stellen gerade für Seniorinnen und Senioren in Wohn- und Pflegeeinrichtungen eine besondere Belastung dar. Besuche von Familienangehörigen sind nur noch begrenzt möglich und auch die Veranstaltungen, die gewöhnlich für Kurzweil sorgen, fallen weitgehend weg. Um den Bewohnerinnen und Bewohnern von Senioren-Einrichtungen im Raum Nürnberg/Fürth/Erlangen eine Freude zu bereiten, geben die Musikerinnen und Musiker der Staatsphilharmonie in unterschiedlichster Besetzung direkt vor ihren Fenstern und Balkonen Konzerte.

Video: Martin Möhler | Creative Commons CC-BY-SA


Die beiden Musikerinnen der Staatsphilharmonie Kea Wolter und Susanne Block-Strohbach spielen nicht nur im eigenen Garten, sie möchten mit ihrer Musik auch denjenigen eine Freude bereiten, die gegenwärtig nicht in den Genuss eines Konzertes kommen und auch nur eingeschränkt Besuch empfangen dürfen. In ihrem Konzert für das Vitanas Wohnstift in St. Peter spielten die Violinistin und die Flötistin „Das klinget so herrlich“ aus Mozarts Zauberflöte, Duette von Anton Reicha, Georg Philipp Telemann und Friedrich Ries sowie das berühmte „Air“ aus der Orchestersuite Nr. 3 von Johann Sebastian Bach. Das erfreute offensichtlich nicht nur die Bewohner*innen des Wohnstiftes, sondern auch gleich noch die umliegende Nachbarschaft.

Video: Kea Wolters | Creative Commons CC-BY-SA


Die Musiker*innen der Staatsphilharmonie Nürnberg sind nicht nur hervorragende Instrumentalisten, sie verfügen auch mitunter über Singer/Songwriter-Qualitäten. So wie unser Kontrabassist Joachim Sevenitz, der Beethovens berühmte „Ode an die Freude“ in einem ganz eigenen Song verarbeitet hat (Text und Arrangement: Joachim Sevenitz). Aber Achtung: Ohrwurmgefahr!

Video, Text und Arrangement: Joachim Sevenitz | Creative Commons CC-BY-SA


Mit seinen 250 Jahren zählt Ludwig van Beethoven definitiv zur Risikogruppe. Damit er sein Jubiläumsjahr auch in Corona-Zeiten gebührend und unbesorgt feiern kann, hat ein fürsorgliches Chormitglied Abhilfe geschaffen. Auch modisch ein absoluter Hingucker, wie wir finden!

Beethoven Corona Maske TITELBILDFoto: Sabine Lippmann | Creative Commons CC-BY-SA


Oboist Paulo Arantes von der Staatsphilharmonie Nürnberg verbreitet mit diesem kleinen musikalischen Ausschnitt aus den Brandenburgischen Konzerten von Johann Sebastian Bach Freude und Zuversicht.

Video: Paulo Arantes | Creative Commons CC-BY-SA


Welches musikalische Werk eignet sich in Zeiten der zur vollen Pracht erblühten Natur besser als „Der Frühling“ aus Antonio Vivaldis „Die vier Jahreszeiten“. Das dachten sich auch Violinistin Kea Wolter und Flötistin Susanne Block-Strohbach, Musikerinnen der Staatsphilharmonie Nürnberg und zugleich Nachbarinnen, und trafen sich mit drei weiteren musikalischen Mitgliedern der Wolter-Familie zum gemeinsamen Gartenkonzert.

Video: Kea Wolter | Creative Commons CC-BY-SA


Wenn man den Trompetern der Staatsphilharmonie Nürnberg Johannes Häusle (im Bild), Daniel Albrecht, Bernhard Holzmann und Jonas Huck (jeweils auf Bildern) zuhört, fühlt man sich trotz aller gegenwärtigen Reisebeschränkungen direkt auf eine idyllische Alm versetzt: Bergpanorama, Kühe auf sonnenbeschienenen Weiden, Stille, bis auf das ferne Spiel der Volksweise „Almfrieden“.

Video: Johannes Häusle | Creative Commons CC-BY-SA


„Tico-Tico no Fubá“ ist ein brasilianischer Choro, ein Klagelied, von Zequinha de Abreu aus dem Jahre 1917. Wie sich so eine „Morgenammer im Maismehl“ anhört, präsentieren die (Bass)Klarinettist*innen der Staatsphilharmonie Nürnberg Tanja Gerblinger (Akademistin), Felix Löffler, Martin Möhler (in Doppelbesetzung auch am Bassetthorn), Thomas Sattel (Bass-Klarinette) und Nicole Spuhler-Clemens, die offensichtlich alle lateinamerikanischen Rhythmus im Blut haben.

Video: Martin Möhler | Creative Commons CC-BY-SA


Die Zauberflöte“ ist nicht ohne Grund eines der meistgespielten Musiktheaterstücke überhaupt: Die Oper von Wolfgang Amadeus Mozart vereint eine fantastisch-märchenhafte Geschichte, zauberhafte Figuren und allen voran eine wundervolle Musik. Am Karsamstag hätte die Inszenierung von Laura Scozzi ursprünglich im Opernhaus wiederaufgenommen werden sollen. Als kleine Entschädigung für das Corona-bedingte Entfallen der Vorstellungen, spielen Flötistin Susanne Block-Strohbach und Violinistin Kea Wolter von der Staatsphilharmonie Nürnberg in ihrem Gartenkonzert mehrere Duette aus Mozarts „Zauberflöte“. Das klingt so herrlich…

Video: Susanne Block-Strohbach, Kea Wolter | Creative Commons CC-BY-SA
Video: Susanne Block-Strohbach, Kea Wolter | Creative Commons CC-BY-SA


Die Corona-Krise ist ein globales Problem, trifft Menschen aus verschiedensten Regionen der Welt, auch Familienmitglieder, Freunde und Bekannte, die im Ausland leben. Violoncellist Ralph Krause von der Staatsphilharmonie Nürnberg spielte für Freunde in Teheran, die mit dem Coronavirus zu kämpfen hatten, eine bekannte iranische Melodie und schicke ihnen verbunden mit Genesungswünschen diese Einspielung. Wie sich gezeigt hat, war die musikalische Therapie erfolgreich und die Freunde sind wieder wohlauf. So zeigt sich einmal mehr die heilende Kraft der Musik und der Anteilnahme!

Video: Ralph Krause | Creative Commons CC-BY-SA


Dem wohl bekanntesten Komponisten Nürnbergs wird mit diesem frühlingshaften Gartenkonzert von Flötistin Susanne Block-Strohbach von der Staatsphilharmonie Nürnberg sowie ihrer Kollegin, der Violinistin Kea Wolter, und ihren beiden Kindern gehuldigt: Johann Pachelbel. Im Zentrum seines musikalischen Schaffens stand zwar die Orgelmusik, doch seine berühmteste Komposition ist zweifellos sein Kanon und Gigue in D-Dur für 3 Violinen und Basso Continuo. Achtundzwanzig Mal wird im Kanon die markante Bassfigur wiederholt, dazu eine betörende Melodie, die sofort ins Ohr geht und es so schnell nicht wieder verlässt. Überzeugen Sie sich selbst!

Video: Susanne Block-Strohbach | Creative Commons CC-BY-SA


Musik verbindet – auch über den Gartenzaun hinweg. Flötistin Susanne Block-Strohbach und Violinistin Kea Wolter von der Staatsphilharmonie Nürnberg präsentieren in ihrem Nachbarschaftskonzert Auszüge aus den sechs Duetten für Flöte und Violine von Georg Philipp Telemann. Neben der Musik galt Telemanns Liebe vor allem seinem Garten. So bat er mitunter Musiker-Kollegen aus dem In- und Ausland, darunter auch Georg Friedrich Händel, ihm exotische Pflanzen zu schicken, um sich daran zu erfreuen. Wo also käme die Musik des berühmten und vielseitigen deutschen Komponisten besser zur Geltung als im frühlingshaft erblühten Garten.

Video: Susanne Block-Strohbach, Kea Wolter | Creative Commons CC-BY-SA


Die Musiker der Staatsphilharmonie Christian Heller (Viola) und Martin Möhler (Klarinette) wohnen in Nürnberg-Rehhof praktisch Tür an Tür. Was liegt also näher als ein gemeinsames Gartenkonzert?! Zusammen mit der freiberuflichen Oboistin Birgit Heller-Meisenburg spielten sie – mit dem gebotenen Mindestabstand – am 22. März pünktlich um 18 Uhr Beethovens „Ode an die Freude“. Und Freude bereitete das Konzert ganz ohne Zweifel, wie das Mitsummen der Nachbarin hörbar beweist.

Video: Christian Heller, Birgit Heller-Meisenburg, Martin Möhler | Creative Commons CC-BY-SA


Die Corona-Krise lässt derzeit vieles in den Hintergrund treten. So zum Beispiel den 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven. Um das Jubiläumsjahr nicht ganz in Vergessenheit geraten zu lassen, spielen die Musiker der Staatsphilharmonie Christian Heller (Viola) und Martin Möhler (Klarinette) gemeinsam mit der freiberuflichen Oboistin Birgit Heller-Meisenburg Thema und Coda aus Beethovens Variationen über „Reich mir die Hand, mein Leben“ aus Mozarts „Don Giovanni“. Beachten Sie bitte aus gegebenem Anlass: Nach dem Hände-Reichen das Waschen derselbigen nicht vergessen!

Video: Christian Heller, Birgit Heller-Meisenburg, Martin Möhler | Creative Commons CC-BY-SA


Ralf-Jörn Köster, Oboist der Staatsphilharmonie Nürnberg, und seine Familie veranstalten seit dem 22. März allabendlich Nachbarschaftskonzerte unter dem Motto „Wir singen gemeinsam um 18 Uhr“. Nicht nur die Familie selbst beteiligt sich tatkräftig mit Sang und Klang – Ralf-Jörn Köster spielt die Oboe, ein Sohn das Horn, seine Frau und zwei weitere Kinder steuern den Gesang bei –, auch die Nachbarn wurden dazu eingeladen, sich an dem täglich stattfindenden Gemeinschaftskonzert zu beteiligen. Programm samt Noten fand ihren Weg in die umliegenden Briefkästen. So schallt nun an jedem Abend ab 18 Uhr Beethovens „Ode an die Freude“, das Kirchenlied „Bewahre uns Gott, behüte uns Gott“ sowie ein Instrumentalstück aus den Fenstern der Kösterschen Nachbarschaft.

Video: Ralf-Jörn Köster | Creative Commons, CC-BY-SA


Nicht nur das offene Fenster, auch die sonnenbeschienenen Gärten und Terrassen laden zum gemeinsamen Musizieren ein. Das zeigen diese drei Musiker*innen der Staatsphilharmonie Nürnberg. Neben der Flötistin Susanne Block-Strohbach (auf der Terrasse) und ihrem Mann, einem ehemaligen Oboisten der Staatsphilharmonie Nürnberg (in der Wohnung, daher nicht sichtbar), spielen die Violinistin Kea Wolter und ihre Kinder zur Freude der Nachbarn im Garten Beethovens „Ode an die Freude“.

Video: Susanne Block-Strohbach | Creative Commons, CC-BY-SA


Mit Beethovens „Ode“ auf den Lippen und der Abendsonne im Gesicht erfreute Annette Kiesewetter, Solo-Englischhornistin und Oboistin der Staatsphilharmonie Nürnberg, ihre Nachbarn mit einem Balkonkonzert. 

Video: Annette Kiesewetter | Creative Commons, CC-BY-SA


Der ehemalige Bassklarinettist der Staatsphilharmonie Nürnberg, Peter Reich, schickt von seinem Balkon aus Beethovens „Ode“ in den Abendhimmel. 

Peter Reich Ode an die FreudeFoto: Peter Reich | Creative Commons, CC-BY-SA


Katharina Büll, 2. Violine der Staatsphilharmonie Nürnberg, traut sich in luftige Höhen, um Beethovens „Ode“ über die Dächer Nürnbergs erklingen zu lassen.

Fiddler on the Roof der besonderen Art - Violinistin Katharina BüllFoto: Katharina Büll | Creative Commons, CC-BY-SA

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